Brokkolisprossen

Ich liebe Sprossen! 🌱 Sie sind eines der nährstoffreichsten Lebensmittel überhaupt. Und seitdem ich weiß, wie gesund Brokkolisprossen sind, sind sie meine absoluten Favoriten! Und eines gleich vorweg, sie schmecken eigentlich gar nicht nach Brokkoli, sondern vielmehr nach Kresse!

©Mag. Andrea Frühwald

Nachdem mich fertige Sprossen aus dem Supermarkt oder Bio-Laden, die es meist in getrockneter Form zu kaufen gibt, geschmacklich gar nicht überzeugen konnten (und bestimmt auch nährstofftechnisch hinterherhinken), habe ich damit begonnen, sie selbst zu ziehen. Und ganz sicher wollt ihr das bald auch! Spätestens, wenn ihr die Wirkung kennt.😉 Sprossen selber ziehen ist eigentlich ganz einfach, man darf sie nur nicht vergessen.

Kurz-Anleitung zum Sprossen ziehen:

So geht’s:

🌱Samen waschen und in eine Schüssel mit Wasser geben, über Nacht stehen lassen.
🌱 Am nächsten Tag abspülen und in ein Sprossenglas geben.
🌱 2 x täglich mit Wasser gut durchspülen und wieder schräg stellen, damit das Wasser abfließen kann.
🌱 nach ca. 3-5 Tagen sind die Brokkolisprossen fertig. Bitte nicht erschrecken: Circa am 2. Tag können sich feine weiße Wurzelhärchen bilden, die wie Schimmel aussehen, aber völlig harmlos sind.
🌱 Die fertigen Sprossen sind einige Tage im Kühlschrank haltbar.

Die Sprossen-Gläser sehen in der Küche sehr stylisch aus. Außerdem helfen auch die Kinder immer gerne beim Spülen mit- und damit wir das ja nicht vergessen, lassen wir das Sprossenglas neben der Spüle stehen. 👉 zu den Sprossen-Gläsern, die ich verwende

So, nun wisst ihr, wie das Sprossen ziehen – das übrigens auch mit sämtlichen anderen Samen wie Radieschen, Mungobohnen, Linsen, etc. möglich ist – funktioniert.

Was können Brokkolisprossen?

Für alle, die lieber zuhören, als lesen 😉

Was ist nun der gesundheitliche Mehrwert der Brokkolisprossen? Damit es nicht zu wissenschaftlich und ausufernd wird, hier meine Kurzfassung:

Brokkolisprossen sowie Brokkoli, Senf, Radieschen oder Rucola enthalten Glucoraphanin, welches durch Zerstörung der Zellwände – z.B. durch Kauen oder Schneiden – mit Hilfe vom Enzym Myrosinase in Sulforaphan umgewandelt wird. Und genau das wollen wir uns jetzt genauer anschauen.

Sulforaphan zählt zu den Senfölen und ist für den typisch scharfen, kresseartigen Geschmack verantwortlich. Es besitzt antimikrobielle, entzündungshemmende, entgiftende und antioxidative Eigenschaften. Immer mehr Studien (Quelle unten) weisen mittlerweile auch darauf hin, dass Sulforaphan einen vorbeugenden und sogar therapeutischen Nutzen bei bestimmten Krankheiten wie zum Beispiel Krebs oder Diabetes haben soll. Außerdem soll Sulforaphan in der Lage sein, weißes Fett (Problemzonen, die Fett lediglich speichern) in braunes Fett (das Fett zur Energiegewinnung heranzieht) umzuwandeln – deshalb sollten Brokkoli bzw. Brokkolisprossen auf keinem Abnehmplan fehlen 😉

Tipps zur Verwendung

Brokkolisprossen enthalten bis zu 100 Mal mehr Sulforaphan als Brokkoli und Co. Und damit du möglichst viel von dem wertvollen Inhaltsstoff aufnehmen und von der vielversprechenden Wirkung profitieren kannst, solltest du die Sprossen roh essen. Übrigens: Du kannst Brokkoli auch roh essen. Hast du das gewusst?

🔥 Hitze zerstört nämlich das Sulforaphan, was sehr schade wäre. Falls du also Brokkoli erhitzt (dämpfst, kochst, dünstest, anbrätst), solltest du ihn unbedingt vorher schon ganz klein schneiden. Dann kannst du die Garzeit auf wenige Minuten verkürzen – dabei solltest du auch immer die nährstoffreiche Flüssigkeit mitverwenden und auf gar keinen Fall wegleeren.

Die fertigen Brokkolisprossen kannst du dann über Brote streuen, in Suppen geben, als Salat marinieren, in Smoothies mixen, usw. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig, genau wie ihr Wirkungsspektrum!

👉 Ein paar ganz einfache Sachen habe ich schon ausprobiert, einige folgen noch und die stelle ich euch dann gerne hier sowie auf meinem Insta- und Facebook Account vor. Schaut also gerne immer wieder mal vorbei.

Avocado-Brot mit Brokkolisprossen

©Mag. Andrea Frühwald

Brokkolisuppe mit Brokkolisprossen – Vitalstoffbombe pur!

©Mag. Andrea Frühwald

Besorge dir gleich einmal ein paar BIO-Brokkolisamen (die sind frei von chemisch synthetischen Pflanzenschutzmittel, die man ansonsten mitessen würde), dann kannst du gleich mitexperimentieren und deine Kreationen gerne in die Kommentare posten! Ich freue mich 💚

Studie:
Universitätsklinikum Heidelberg